Karpaltunnelsyndrom

Schmerzen in meinem linken Arm habe ich schon über einem Jahr, in letzter Zeit wr es Nachts besonders schlimm.  Auch wurden meine Fingerspitzen irgendwie pelzig und es viel mir immer öfters etwas aus der der Hand. In der Hand selbst hatte ich überhaupt keine Schmerzen..

Ok, Shit PPS dachte ich immer und schob es auf Muskelschmerzen.

In Koblenz im Brüderhaus, sprach ich  Frau Doc darauf an, hm könnte von der HWS kommen, oder auch das Karpaltunnelsyndrom sein.

Machen wir erst mal ein MRT, dann haben wir auch einen Überblick auf die HWS.

Die HWS sieht zwar katastrophal aus, aber an den Schmerzen im Arm war sie nicht schuld.

Also ab zum Neurologen. Er machte Messungen an beiden Händen, ok rechts ist es im Grenzbereich, dort lassen wir es auch, war meine Antwort.

Dann war der linke Arm dran, oh,oh da ist es nicht mehr im Grenzbereich, da sollte man etwas machen. Och nö gell nicht?  Leider doch und ich würde ihnen raten, es gleich hier machen zu lassen, da wird es stationär gemacht.

Wenn sie noch länger warten, kann es sein dass sich der Nerv nicht mehr ganz erholen kann. Ok, ich überlegs mir. (ach, übrigens wenn du mal zum Neurologen im MVZ musst und mit Rolli dahin gehst, vorsicht es wird geplitzt 🙂 )

Hin und her überlegt,  mit Frau Doc geredet, doch ambulant machen zu lasen, Dr. Rütz reisst ihnen den Kopf ab, meinte sie nur. Mit der Chirurgin geredet, und mir war klar dass ich die Schmerzen nur los werde wenn ich die kleine OP machen lies. Also war die Entscheidung gefallen,

Obwohl ganz kurz bekam ich noch Zweifel, ist meine Entscheidung richtig?  Mir wurde des öfteren abgeraten, doch ich blieb bei meiner Entscheidung und es war richtig so!

Mittwoch, noch genug Zeit zum üben, üben mich mit einer Hand und Ellenbogen vom Bett in den Rollstuhl zu setzten und wieder zurück. Mit meiner lieben Birgit ihrer Hilfe klappte es doch ganz gut, gelle Birgit, was hatten wir doch für einen Spass. „aua, das tut weh“ grins.

Dann kam auch schon das schicke Hemdchen mit noch schickerem Slip. Hach und sogar neuer Bettwäsche.

Sonntag nochmal Blut abnehmen, das machten sie dieses Mal in Koblenz besonders gerne.

bei mir klappts ja selten gut, so manche Schwester hat sich geweigert mich an zu zapfen, aber es fand sich dann doch immer jemand und wenn die Frau Doc dran musste.

so nochmal auf Nummer sicher gehn, nicht dass die falsche Hand operiert wird.

Dann bekam ich meinen Schnaps, den ich erst nach paarmaligem Nachfragen wieviel Tropfen es sind, genommen habe. Bei der letzten OP war er viel zu stark.

!0 Tropfen meinte die Schwester, normal wären 20, ok ich vertraute ihr, trank den Schnaps und ab ins Bett.

Jetzt gehts los.

Im OP Vorbereitungsraum, ach wie schade, ich durfte keinen Foto mitnehmen 🙂 bekam ich erst mal in die linke Hand einen Zugang, könnte ja sein…… dass was schief geht und sie Vollnarkose geben müssen. Huch der Op Pfleger fand sogar sofort ne Vene, die Nadel lag aber schlecht und tat weh, egal da muss ich jetzt durch bevor die noch ewig stechen.

Dann versuchte die Narkoseärztin miir links einen Zugang zu legen, nach xxx Versuchen und meine Hand voller Nadeln, komischerweise lies sie die fehlgestochene Nadel immer liegen, statt sie gleich wieder zu ziehen, warum, hm hätte vielleicht fragen sollen, gab sie auf und holte den Oberarzt. Er fand nach 2 Versuchen sogar gleich die Vene. Hurra nun lag ich da mit 5 Nadeln in dem Handrücken.

Und jetzt ab in den OP, was die Nadeln da alle sollen wurde ich gefragt, gute Frage. Der Oberarzt zog dann alle bis auf die die richtig lag. Dann wurde meine Hand mit einem Gummiband fest abgebunden so dass alles Blut rausgepumt wurde. Tat zwar nicht weh, war aber recht unangenehm.

Dann wurde der Oberarm mit ner Druckmanschette abgebunden, so dass kein Blut mehr zurückfliesen konnte und das Gummiband würde wieder abgewickelt.

Durch den Zugang wurde das Narkosemittel in den Arm gespritzt, ups wollen die mir den Arm abbrennen, dachte ich, es wurde ganz schön heiss. Der Oberarzt massierte meinen Arm so dass sich das Narkosemittel schön verteilte.

Oh wie schön, ich darf bei der OP wohl zuschaun, dachte ich, da kam aber schon eine Schwester und hängte Vorhänge auf, schade.

Ich spürte noch dass sie meine Hand in Desinfektionsmittel tunkten, dann spürte ich nichts mehr.

Ok beobachtete ich eben was so alles im OP geschiet, viel konnte ich zwar nicht sehen, aber es genügte um mich abzulenken.

Aufeinmal, aua was ist das denn, es tat furchtbar weh, mir liefen die Tränen und ich verzog das Gesicht. Die Narkoseärztin fragte mich ob ichs noch ein paar Minuten aushalte. Neeeein schrie mein Kopf, aber Hanne nicke und flüsterte jaha. Der Oberarzt kam vorbei, sah mich und rief, Nachspritzen, sofort Nachspritzen. Puh Glück gehabt, der Schmerz lies wieder nach.

Nach ca 25 Min. war alles vorbei und sie brachten mich in den Aufwachraum, hm warum denn ich war doch wach. Na ja Sicherheit zählt. Nach ner halben Stunde wurde es mir langweilig und ich setzte mich ins Bett und studierte meine Akte, die unten am Fussende des Bettes lag. Eine Schwester kam zu mir, ich sagte mir gehts so gut wann darf ich endlich aufs Zimmer, ok sie rief auf Station an dass sie mich abholen können.

Kaum im Zimmer musste ich mich natürlich sofort um ziehen, oh es geht ja ganz gut, trotz dick verbundener Hand

Gleich darauf gab es Mittagessen, darf ich am Tisch essen, fragte ich die Schwester, wenn es ihnen gut geht ja. Ok mir gehts gut, ich komme sofort und helfe Ihnen.

Nö, ich muss doch selbst ausprobieren ob unser Üben genutzt hat und ich selbst in den Rolli komme. Hurra, es klappt umständlich zwar, aber es klappt.

Frau Freyer, sie sollen doch auf mich warten, bin doch ein großes Mädchen meinte ich. Das Fleisch hat sie mir dann aber doch geschnitten.

Nach dem Essen gings dann gleich runter, eine rauchen, musste sein denn die letzte hatte ich morgens um 5 Uhr geraucht. Artiges Mädchen!

Am nächsten. Tag wurde das kleine Schläuchlein gezogen, und es kam nur noch ein leichter Verband hin, normal nur noch ein kleines Pflaster, aber da ich den Arm doch so einige Male benutzen würde, meinten sie eine Polsterung wäre gut.

Immer schön kühlen, das half mir mehr als Schmerztabletten.

die ersten 2 Tage brauchte ich nur Hilfe beim Brötchen aufschneiden oder Fleisch schneiden Danach ging dann auch das. Jeden Tag ein bisschen besser.

Inzwischen bin ich daheim und bin super glücklich dass ich die OP machen lies.Die Schmerzen im Arm sind total weg, ok die Fingerspitzen sind noch ein klein wenig flau, aber das ist normal, der Nerv muss sich erst mal wieder richtig erholen.

Gestern wurden die Fäden gezogen und es geht alles wunderbar. Soll den Arm  noch ein wenig schonen, was ich auch machen werde, dann gehts aber wieder so richtig los, mit basteln. Hurra.

und da ich die Narbe noch ein paar Tage polstern soll, brachte mir Ingrid ein kunterbuntes Kinderpflaster mit.

Mein Fazit, die OP hat mir sehr geholfen, und ich bin froh dass ich sie trotz Warnungen machen lies. Sollte es an der rechten Hand auch mal soweit sein gibt es kein Überlegen.

und ich habe endlich kapiert nicht alles auf PPS zu schieben.

Ich möchte niemanden raten das Karpaltunnelsyndrom operieren zu lassen, muss jeder selbst entscheiden, aber wenn, dann bitte nicht zu lange warten, es könnte sein dass sich der Nerv nicht mehr ganz erholt und die Finger taub bleiben.

Alles halb so schlimm.

So und jetzt werde ich meine Koblenz Bilder sortieren und dann einen Bericht von meinem Aufenthalt schreiben. Er tat mir wieder mal sehr gut, obwohl ich in manchen Dingen auch enttäuscht war und immer irgend wie der alten Poliostation nach trauere.

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Designed by Johannes Hallux OP

Seit 3 oder 4 Jahren redet mir das Koblenzteam schon zu meinen Zeh operieren zu lassen. nein mache ich nicht, war immer meine Antwort. Letztes Jahr habe ich aber beschlossen dass sie recht haben und es jetzt wirklich nicht mehr anderst geht.

Nicht nur dass ich auf der Hammerzehe immer Druckstellen hatte, auch konnte ich den Fuss nicht mehr richtig belassten, ich lief nur noch auf der Außenkante und das mit Dauerschmerzen.

Irgendwie habe ich nicht geglaubt dass das nur von der Zehe her kam, aber wie es aussieht war es wirklich so.

Die Diagnose lautete: Großzehengrundgelenksartrose mit Hammerzehenbildung bei bestehendem Lähmungsklumpfuß nach Kinderlähmung.

fu fu1 fu2

Die Chirurgen wollten mich überreden dass ich den ganzen Fuss machen lasse, das wollte ich auf keinen Fall, denn dann wäre ich wirklich für ein halbes Jahr ausser Gefecht gesetzt. Nach mehrmaligem hinweisen, dass das ja in „“ mein gesundes Bein ist, stimmten sie zu dass nur der Zeh operiert wird.

Die Orthopädin die mit mir den OP Verlauf besprach,  zeichnete mir verschiedene Dinge auf, die gemacht werden könnten. Denn letztendlich müßte man das entscheiden wenn der Fuss auf ist. Es sollten ja 2 Gelenke versteift werden.

fuß09052016

Dann kam es aber doch ganz anderst, wie so oft 🙂 letztendlich konnten sie dann nur das Grundgelenk versteifen, das sieht jetzt so aus.

Zwischen das Gelenk haben sie ein kleines Stück Knochen und Knorpel gesetzt, so dass es zusammenwächst und steif ist. Zusätzlich mit einem Nagel befestigt, ob dieser immer drin bleiben kann muss sich noch entscheiden.

Schraube.Fuß

OP Tag, morgens um 6 Uhr schlich sich Hanne raus und stibitzte sich auch nen Kaffee, da die Narkose Ärztin zu mir sagte 2 Stunden vor der OP keine Flüssigkeit mehr, dachte ich einfach ok, kann ich mir noch erlauben. Vor allem da die OP ja erst für 14. Uhr angesagt war.

Um 8 Uhr war dann meine letzte Zigarette fällig (schlimm diese Sucht) 🙂 Danach konnte ich mich nicht mehr wegschleichen.

Um 11 Uhr durfte ich dann meinen Fuss 15 Min. lang baden.und gutverpackt weiter warten.

fu6

kurz vor 2 Uhr holten sie mich dann für die OP ab. Ich hatte mich entschlossen dass ich keine Vollnarkose möchte, entschloss ich mich für eine Peridualanästhesie PDA

Einen Zugang mussten sie mir trotzdem legen, für den Notfall. Nach einigen Fehlversuchen versuchten sie es synchron, OP Schwester rechts, Doc links. Ok Doc hats dann geschafft.

fu7

Er legte dann eine schmerzkanüle damit der Schmerz im Fuß ausgeschaltet wird, aua tat ganz schön weh bis er die richtigen Nerven gefunden hatte.

 

fu10

Danach musste ich auf die linke Seite liegen, und mich zusammenrollen. Doc versuchte dann die PDA zu legen. Nach einigen Versuchen meinte er, es ginge so nicht, durch die krumme Wirbelsäule käme er nicht an die richtige Stelle. Ok dann eben im Sitzen, dann wäre aber mein ganzer Unterkörper betäubt. Was mir ehrlich gesagt sehr recht war, Seit meiner Oberschenkel OP rechts, habe ich Schwierigkeiten mit meinem Trochanter und ich machte mir schon Gedanken, wie ich das 1 – 2 Stunden aushalte.

Obwohl ich die PDA recht schmerzhaft empfand, würde ich mich immer wieder für diese Art Betäubung entschliesen.

Als ich dann in den OP kam fragte ich gleich ob ich zukucken dürfe, natürlich verneinten sie das.

Irgendwann mal sah ich 3 Ärzte vom OP Tisch weglaufen, hm wo kommen die denn her? Ich fragte den Narkosearzt der an meinem Kopfende saß. Er meinte Dr. W, hätte  die Ärzte zusammengerufen dass sie sich nochmal beraten könnten was sie jetzt machen, denn alles was sie machen wollten ging nicht, da meine Knochen zu porös wären. Aha, ok, aber ja nicht den ganzen Fuß machen, meinte ich dann nur.

Nein nein meinte er. Sie würden jetzt nur ein Gelenk versteifen.

nach ca. 1 1/2 Stunden rief dann Dr, W er würde jetzt nähen, ok sagte die Schwester da dürfen sie nun zukucken und drehte einen Spiegel so dass ich alles beobachten konnte. Och das ist jetzt aber unintressant. 🙂

Ich kam dann noch für ne halbe Stunde in den Aufwachraum, viel dem Doc da nicht ein, dass er vergesen hatte die Schraube fest zu ziehen? Aufeinmal kam er da her und meinte die Schwestern hätten mich zu schnell aus dem OP gefahren, ohne dass er sich das Röntgenbild angesehen hätte. Er müsse noch schnell die Schraube festziehen würde aber nicht weh tun, da das Bein noch betäubt wäre. Hach wenigstens da durfte ich zukucken 🙂

Dann endlich durfte ich wieder auf Station.

Erst mal OP Hemd aus und Fuss betrachten.

fu11

.

fu13

dann bekam ich noch eine Infusion, angeblich hatte ich zu wenig Flüssigkeit.

fu8 fu9

ach ja, ich hatte ja den ganzen Morgen gejammert ich wolle einen Kaffee, bevor ich in den OP gebracht wurde sagte ich, wenn ich rauf komme, möchte ich hier einen Kaffee stehen haben. Die Schwestern sind doch so net, kaum stand mein Bett, meinte die Schwester und jetzt geh ich erst mal ihren Kaffee holen, war doch lieb von ihr.

Fuß kühlen und hochlegen war dann angesagt.

fu15

Nach 3 Tagen kam dann ein leichterer Verband dran. Wenns darunter gut aussieht darf ich am Samstag heim, meinten sie.

Dann bekam ich auch meinen neuen Schuh, ach wie schön nun darf ich den Fuss endlich belasten. War doch ne Plagerei dieses hin und her Gerobbee Bett Rollstuhl. Und da mein Rolli nicht in die Toilette und Dusche passte, musste ich auch noch immer in den Clorolli robben, mit dem ich mich dann an der Wand entlang aufs Clo ziehen konnte. Da merkte ich erst mal wie hilflos ich ohne mein linkes Bein bin.

fu16 fu14

sodele nun ist alles gut, ob die OP wirklich hilfreich war kann ich erst sagen wenn ich wieder ohne den Schuh laufen kann. Aber wie es aussieht war sie nicht umsonst. Ich laufe wieder auf dem ganzen Fuß Schmerzen sind weg und oh Wunder, ich kann die kleinen Zehen bewegen, was nie ging. Ich kanns mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, dass das auch mit der Hammerzehe zusammen hing, sieht aber so aus.

Nun sitze ich daheim masiere meinen Fuß und ärgere mich zu Tode.

13243935_1190553267623143_7230588789150946745_o

kuckt nicht auf meinen Schweinestall rings um mich rum 🙂

13243696_1190973344247802_1409550764384021000_o

Ärgern zu ich mich deshalb, weil zu allem auch noch meine Orthese kaputt ging, habe noch eine Uralte da, die aber drückt wie blöd und auch nicht mehr richtig passt, aber besser als das rumbaumelte Bein.

13238933_1082562795115901_2710020649523741239_n schine

In 6 Wochen darf ich nochmal nach Koblenz zur Kontrolle dann ist hoffentlich alles wieder gut.

danke

Aufenthalt im Brüderkrankenhaus 2016

super pünktlich war mein Taxi hier und da die Autobahn total frei war, war ich auch superpünktlich in Koblenz.

Nur keiner wollte mich haben, zum Glück hatte ich den Brief dabei dass ich am 1.5. eintrudeln soll. Das war ein Akt bis ich mal wußte auf welche Stadion ich gehen soll. Im Schreiben stand nur Chirugie und davon gab es mehrere.

Na ja Ende gut, alles gut, ich musste auf die B2, dort wurde mir gesagt ich wäre erst auf den 2. Mai angemeldet. Wer hat denn da wieder Mist gebaut. Ok, aber ich durfte für eine Nacht als Gast bleiben 🙂 und da ich ja offiziell noch gar nicht im Brüderhaus war, durfte ich auch noch ins Städle, was ich natürlich sofort machte.

Paar Fotos gemacht und einfach relaxt rumgefahren, ob ich etwas neues entdeckte.

ko12

ko13

kob

war eigentlich noch gar nicht so warm, aber die Leute standen Schlange an der Eisdiele und machten es sich dann auf der Treppe gemütlich.

ko14

ko4

Blümchen musste ich natürlich auch knipseln.

ko koko1 ko2 ko3

am nächsten Morgen um 6 Uhr saß Hanne wieder mit ihrem Kaffee und Zigarettle in der Raucherecke.

fu20 fu19 fu18

Dann gings schnell noch zur Anmeldung damit ich auch offiziell da bin.Oh je Bändle um den Arm bekommen.

ko6

Frühstücken und dann zum OP Vorbereitungs Gespräch. Erst Blut abnehmen, dann zur Orthopädin, sie erklärte mir wirklich alles sehr gut und zeichnete mir auf was sie jetzt am Fuß genau machen, sie meinte aber es würde sich letztendlich erst bei der OP selbst rausstellen für was sie sich entscheiden, da es ja doch nicht eine normale Hallux OP würde. Ok lassen wir uns eben überraschen. (gemacht wurde dann aber doch etwas ganz anderes.)

fuß09052016

Danach gings dann zur Narkoseärztin, nachdem sie mir alle Narkosearten erklärt hatte, entschied ich mich für eine PDA Periduralanästhesie.

Obwohl dabei nicht alles ganz glatt ging, würde ich mich immer wieder für diese Narkoseart entscheiden. (dazu dann mehr in meinem OP Bericht.

Nun noch zum röntgen und ich hatte den Nachmittag frei. Mein Durcheinander am und im Bett war auch schon perfekt Und auf dem Fenstersims lag schon mal mein Zeug für die OP und danach bereit.

fu3 fu4

tolle Aussicht hatte ich ja auch, fehlten nur die Gitter dann wäre der Knast perfekt gewesen.

fu

Nach dem Mittagessen ging ich dann ein Besüchle auf der Poliostation machen und brachte ihnen meine Schmetterlinge, sie freuten sich sehr darüber. Frau Doktorchen Mi lief mir auch gleich über den Weg und versprach mich mal zu besuchen, hat Frau Doktorchen dann auch gemacht, wie sollte es auch anderst sein.

ho11

So aber jetzt ist mal wieder Zeit um zu schaun ob ich jemand von der Poliostation im Rauchereckle finde. Hm leider niemand da. Also ab ins MInipärkle, dort traf ich paar nette Mädels und wir hatten Spass.

fu1 fu3

Aber jetzt steht das Rauchereckle voll und natürlich stellte ich mal dazu. Ach ja das ist immer wieder schön, nette Polios kennen zu lernen.

Abendessenzeit.

ko11

und da es Hanne ja nicht einfällt im Bett zu liegen, was meinten die Schwestern immer, aha es gibt essen, da sieht man Frau Freyer mal wieder, gings gleich wieder auf Tour. Leider darf Frau das Krankenhausgelände nicht verlassen.

Ach ja, so auf ner normalen Station zu liegen, zeigte mir mal wieder richtig, wie toll doch die Poliostation ist und wieviel Freiheiten man da hat. Nie mehr wede ich über die Poliostation beklagen. 🙂

Behindertengerecht war die B2 überhaupt nicht, mit meinem Rolli kam ich weder in die Dusche noch auf die Toilette. Nach der Op war das schon ein Akt, da ich das Bein, bevor ich meinen Schuh bekam, nicht belasten durfte, war das immer ein Kletterakt auf den Chlorollstuhl, dass ich auf die Toilette und in die Dusche kam. Ok war ja Gott sei Dank nur für ne Kurze Zeit.

Morgen kommt dann ein Bericht von der OP, aber mein krummes Zehchen, das am nächsten Tag schön designd wurde zeige ich euch schon mal.

fu2 fu

schönen Abend noch, ich geh jetzt mal in die Küche und versuch eine Kleinigkeit zum essen hin zu bekommen, lange stehn kann und soll ich nicht.

danke

 

Brüderkrankenhaus 2015

 

Endlich habe ich meine Fotos sortiert und kann einen kleinen (oder doch größeren) Post über meinen KH Aufenthalt im Brüderkrankenhaus machen.op4

vom 17.05.2015 – 28.05.2015 war ich ja wieder bei meinem jährlichen Tüv 🙂

Es gab positive aber leider auch negative Ergebnisse. Positiv war vor allem dass meine Schlafwerte wieder völlig ok waren, letztes Jahr hatten sie ja viel zu wenig Sauerstoffgehalt im Blut festgestellt. Das war dieses Jahr wieder voll ok. Auch bei dem Lungenfunktionstest, Atemantrieb und Muskulaturstärkemesseung, war dieses Jahr besser als letztes Jahr. letztes Jahr hatte ich ein Ergebnis von 0,03 dieses Jahr 0,02 besser geht es doch nicht.Meine Lunge selbst sieht auch gut aus, also weiter rauchen, lach

EKG war auch völlig in Ordnung genauso meine Blutwerte. Also kerngesund ist die Hanne.

Das einzige dass mir bissele Kummer macht ist die PPS, Meine Muskelkraft hat überall abgenommen, am stärksten ist die linke Seite, eigentlich meine gute Seite betroffen, ich habe es ja geahnt, aber wenn man es dann so schwarz auf weiss sieht ist es doch ein kleiner Schock, Hoffnung war ja immer da dass ich mich täusche. Na ja inzwischen auch verdaut.

Bei der Biodex Kräftemessung wurde wieder meine linke Schulter gemessen, da diese am meisten Schwierigkeiten macht. Letztes Jahr  hatte ich da ein Defizit der Muskelkraft von 52,2% dieses Jahr wars bei 82,1%. nun wirds aber Zeit dass mal wieder ein Stillstand eintritt.

Aber wenn Frau so stur ist und im Haus keinen Rolli benutzen möchte…tja…

Meine Werte beim Laktattest waren grenzwertig hoch, und ich spürte nur ganz leichte Anstrengung. Wie kann Frau ihre Muskeln schonen, wenn sie nicht merkt dass diese schon lange überanstrengt sind?

Nun aber genug von den blöden Werten, vergessen, Leben geniesen und gut ist es. Aua hat sich im Moment auch erst mal fast verzogen, also was möchte Frau mehr. Na ja diese blöde Müdigkeit und Lustlosigkeit sollte jetzt auch mal gehn, ich glaube ich muss denen mal ganz sanft zeigen wo die Türe ist.

Mit dem Aufenthalt selbst war ich im großen ganzen wieder sehr zufrieden, einzige was mich dieses Jahr störte war, dass sie irgendwie keine Koordination hatten und alles mehr oder weniger drunter und drüber ging.

z.B. das Frühstück kam, Frau Freyer gehen sie bitte zum EKG, ok geht ja schnell. Kaum aus dem Aufzug raus, Frau Freyer bitte gleich weiter zum Lungenfunktionstest, und mein Frühstück, muss warten. Na ja Frau hat ja zum Glück ihren ersten Kaffee schon intus. So fertig, hach ich kann frühstücken, gerade an den Tisch gesetzt kommt eine Schwester, Frau Freyer, gleich umziehen und zur Notaufnahme gehn, die Facette 1 wird gemacht. Jetzt reichts aber langsam oder?

Auch das hinter mich gebracht, oh wie schön kann sitzen ohne aua, wirkt ja immer schnell das Schmerzmittel und Frau kann endlich frühstücken. Schon wieder kommt die Schwester, haben sie sich etwas ausgeruht, nö hab erst mal gefrühstückt. Dann aber hinlegen und in ner Stunde ab zum röntgen.

Irgendwie gings mir nach der Facette Kreislaufmäßig gar net gut, war wohl die Überanstrengung und Hektik. Sie kamen zum Blutdruckmessen, der war 80 zu 50 bissele nieder, kein Wunder dass mir so blöd ist. OK Frau Freyer wurde erst mal vom Röntgen gehn befreit 🙂

Tja und am nächsten Tag passierte gar nix, ist doch total unorganisiert. Sonst war eigentlich alles wie immer und Hanne hielt ab 16 Uhr nix mehr, ab ins Städle zu gehn, na ja manchmal ging ich auch erst nach dem Abendessen.

Tja auch bei der Facette2 durfte ich mein Frühstück nur ankucken.Immerhin stellten sie mir das Frühstück aufs Nachtisch, damit sie es nicht aus Versehn vom Tisch ab räumen. Dr. Niederle meinte er schaut dass er gleich um 8 Uhr einen Termin im OP bekommt, dann habe er es hinter sich. Sie oder ich? 🙂 Man und er hats geschaft, dass ich gleich um 8 Uhr runter durfte.

opop2

Und ich wieder, wollte versuchen meinen Foto in den OP zu schmuggeln, große Diskussion warum ich das nicht darf 🙂

op

So, auch das hinter mich gebracht, Oh sie strahlen aber, sonst kommen alle total fertig zurück, bin ich auch, hat diesmal mehr aua gemacht, weiss net obs daran lag dass die oberen Wirbel gemacht wurden oder weil es Dr. N. machte. Aber jetzt freu ich mich dass ichs hinter mir habe, da kann ich ja nur strahlen.op1

aus dem OP raus wollte mir die Schwester mein Häubchen abnehmen, nö brauch ich noch zum Fotoshouting, sie lachte wollen sie noch eines, nein 2  ich bekam noch 2. Wieder im Zimmer angekommen, verteilte ich die Käppchen und sagte Fotoshouting, du verrücktes Huhn, lachten meine Zimmerkolleginnen, machen wir aber erst legst du dich 2 Stunden hin, wie vorgeschrieben, da ich bissele arg aua hatte, war ich sogar einverstanden, also OP Hemd raus, Nachthemd an und ins Bett, kaum war ich drin, kam ne grüne Dame, man sie kann doch Fotoshooting machen. OK alle einverstanden.

Das einzige das ich bereute, dass ich mein OP Kittel schon ausgezogen hatte, aber darin fühl ich mich einfach unwohl.

opp IMG_4933

So aber jetzt wirklich ausruhen, mein Kreuz macht ganz dolle aua, aber bei mir normal die  Facette 2 wirkt komischerweise immer erst am nächsten Tag bei mir, vorher muss mir das Kreuz nochmal zeigen wie sehr es aua machen kann.

Meine 2 super netten Zimmerkolleginen.

kob3 kob1

100 mal an dem Plakat vorbei gerollt und nicht bemerkt dass ich da drauf bin, erst als mich jemand fragte ob ich das sei, kuckte ich genauer.

op

sie bewundert meine Blümchen die ich von einer netten Mitpatientin geschenkt bekam.

op6

op8

wenn ich morgens um 6 Uhr beim ersten Kaffee und Zigarettle unten in der Raucherecke jemand zum reden wollte, musste ich nur diese Socken anziehn. 🙂 Coole Socken hies es dann und ein Gespräch war m Gange.

op9

 

unter anderem gönnte ich mir diese verrückte Haremshose beim Stadtbummel, passt doch zu mir und sooo bequem

op4

einmal ein Essen

op1

und einmal ein Eis.

op4

Das Brüderkrankenhaus hat neue Rollstühle im Eingangsbereich stehen, na ob die so bequem sind? Aber bis zur Notaufnahme kann mans bestimmt darin aushalten.

op22

ich liebe das Kopfstein Pflaster in der Altstadt und Hurra mein E – Fix hat es mitgemacht.

op25

so jetzt noch ein paar Bilder von dem schönen Koblenz.op opo18 op31 op29 op26 op21 op20 op19 op18 op17 op16 op15 op14 op13 op12 op11 op8 op7 op5 op3 op2 op5

Da die Schwestern alle so lieb und nett sind bekamen sie zum Abschied noch ein kleines Kärtchen und eine Finanzspritze von mir.

k k1 k2

Und jetzt muss ich mich beeilen Taxi wartet, Hanne möchte heim.

op1

Hier noch ein Link zur Facette. In Koblenz wird die Facette 2 Verödung bei 90grad 1 Minute verödet.

Das lumbale Facettensyndrom

wieder mal ein etwas längerer Post.

Ich hole mir jetzt ein Eis, leg mich ein wenig in die Sonne  und geniese einfach den Tag.

Geniese du ihn auch.auch den Tag.

te5

mal wieder Restekarten

ich bin mal wieder am Reste verarbeiten, damit oben (wenn es da mal weitergeht) nicht gleich meine Resteschublade überquillt. Spätestens am Freitag kommt endlich meine Orthese wieder, man das dauerte vielleicht lang, da muss ich doch noch ein ernstes Wörtchen mit denen reden, dann habe ich keine Ausrede mehr, nix zu machen. Ingrid hat heute den Auftrag bekommen mir in den Hintern zu treten, wenn ich nicht endlich in die Puschen komme.

Ist ja so auch kein Zustand, laufend fehlt mir was oder ich finde es nicht, weils in irgendeinem Karton steckt, so machts echt kein Spass.

Bevor ich euch aber meine 2 Restekarten zeige, hier noch mein Tauschkärtchen zum Thema “Lieblingskuchenrezepte”, (siehe vorigen Beitrag) es ist heute endlich bei Ulrike angekommen und ich kanns euch zeigen.

ul

und dieses Kuchenrezept war im Kärtchen.

ul1

upsala kann man ja gar nicht lesen, wer es möchte einfach bei mir melden.

Und jetzt aber meine 2 Restekarten.

ka ka1

hab dann genervt auf gehört, vor lauter suchen nach irgendwas.

Ach ja meinen Termin fürs Schlaflabor habe ich auch, aber dauert noch ganz lange ( wenn das Frau Doc wüßte) am 9.und 10. September um 19.00 Uhr muss ich in Velen sein. Kurt (war mit mir in Koblenz) er war die letzten 2 Tage im Schlaflabor und hat mir mal ein Foto geschickt, damit ich mich schon mal freuen kann…ach der meint es ja gut mit mir. 🙂

schlafla

Da kommt doch Freude auf, bei den vielen Kabeln, dann noch Mikrofon vor der Nase und Video wird auch noch aufgenommen. Mal sehn ob se 6 Stunden Schlaf von mir bekommen oder ob ich die ganze Nacht lese, weil ich net einschlafen kann, bitte bitte lass mich schlafen. 3. Nacht dort wäre ja…….

Bevor ich Abendessen mach, noch ein Blümchen aus dem Garten.

fingerhut

vor 3 Jahren gepflanzt und dieses Jahr blüht er das erste mal, so richtig schön.

Sonne kommt gerade raus, nachdem es fast den ganzen Tag geregnet hat.

Wünsche Dir viel Sonne, im Herzen und natürlich auch draußen.

te5

ich habe ne Ausrede

versprochen hab ichs ja schon länger, zu erzählen warum ich so lahmar…..bin. Hach ist doch immer schön wenn man eine Ausrede für seine Faulheit hat, gelle?  🙂 Aber ehrlich, es nervt einem selbst am meißten, wenn nix geht, wie man gerne will.

mit diesem Schlaftest fing ( Polygraphie-Test) alles an.

shoutin6shouting

nein, nein alles halb so schlimm, die Fotos sind nur gestellt, für irgendwelche Infozwecke.. Kuck hier siehts doch ganz lustig aus, Hanne hat auch nur Blödsinn im Kopf.

shouting6

Tja und bei diesem Test stellten sie fest, dass ich nachts nur eine Sauerstoffsättigung von 60% habe. Man die machte vielleicht ein Aufheben, ich dachte ich steh kurz vor dem Ende. 60% sind ja wirklich ein bissele zu wenig, aber so ein Tamtam…grins. Lungenarzt (obwohl der Lungenfunktionstest ok war) Lunge röntgen, Ultraschall des Herzens usw. Schlaflabor war ja das größte Thema, wollten die mich nicht über Ostern im KH lassen um nach Ostern ins Schlaflabor zu gehn.

Da habe ich mich aber gewehrt, 4 Tage rumsitzen für nichts, nö das mußte nicht sein, wenn sie unbedingt Schlaflabor wollen kann ich das auch von zu Hause aus machen. Ich konnte Frau Dr. überreden mich heim zu lassen.

Zwerchfellhochstand erzählten sie mir, von was kommt das, war meine Frage, von der PPS war die Antwort…och Frau Dr. hätten sie jetzt gesagt vom Rauchen, hätte ich sofort aufgehört…grins. Ja ja Frau Freyer, es kommt vom Rauchen….Frau Dr. jetzt klingen sie aber unglaubhaft. 🙂

so mal weg vom Späßle, wie lange ich diese Untersätigung habe weiss ich nicht, letztes Jahr war der Test noch ok. Von dieser Untersätigung, kamen meine morgentlichen Kopfschmerzen, meine Lustlosigkeit, meine Depries und noch einiges mehr. Morgenmuffel bin ich ja schon immer, aber in letzter Zeit wars wirklich schlimm (Frank meinte manchmal wäre ich unausstehlich gewesen) Hat er sogar recht, ich merkte es ja selbst konnte aber nix dran ändern.

Ok, ich musste den Schlaftest wiederholen, zusammen mit Sauerstoffzufuhr, der Test war bissele besser immerhin hatte ich 70 % Sauerstoffsättigung, nun stand fest ich brauche ein Sauerstoffkonzentrator.

Wurde vom KH aus noch alles veranlasst, so dass der Konzentrator noch fast vor mir hier war, soll ihn ja benutzen sonst…… ok ich benutze es ja. Obwohl das Ding eine Kathastropfe ist, macht Krach wie blöd, laufend Wasser in der Nase, nach Reklamation haben sie mir dann ein anderes gebracht, sollte leiser sein, merke ich nichts davon. Ok das ganze Ding ins Arbeitszimmer gestellt, Problem daran ist nun, es gibt keine andere Möglichkeit, als den Schlauch durchs ganze Schlafzimmer und dann auch noch quer über den Flur zu legen. Ne richtige Stolperfalle für mich. Wasser in der Nase haben sie jetzt aber in den Griff bekommen.

Trotzdem so kann es nicht bleiben. Paar Bildchen?

sauerstsau1

sau2 sau3 sau4

Wenn ich nicht selbst merken würde, dass mir der Sauerstoff gut tut, hätte ich das Ding schon lang in die Ecke gestellt. Mal sehn wie es weiter geht.

Da sich der Zwerchfellhochstand nun doch nicht bestätigt hat, gehen die Untersuchungen weiter, muss jetzt zu einem Schlafmediziner, mal sehn was der meint.

Das positive an dem ganzen ist, ich hab ne Ausrede (oder ist es doch keine) für meine Faulheit, meine Launen, meine Vergesslichkeit, och einfach für alles, denn wenn ich im Krankenhaus nach irgendwas fragte, an was das liegen kann wurde immer gesagt am Sauerstoff.

Bestätigt doch mal wieder man kann in allem das Positive finden wenn man nur möchte.

Und jetzt noch 3 Fotos von den 100 beim Fotoshooting für die Infoveranstaltung über PPS.

DSC_5494shouting1

shouting2

Das war lustig, wie haben wir gelacht.

Das nächste Posting ist wieder etwas kreatives, und damit das auch was wird gehe ich jetzt noch a bissele ins ehemalige Bastelzimmer, dann ne Runde schwimmen und ab ins Bett, morgen früh um 6 Uhr ist die Nacht rum, öh das ist doch noch mitten in der Nacht.

Deshalb sage ich jetzt schon mal, schlaf du auch gut.

te5

 

im KH in Koblenz

wie versprochen nun ein kleiner Bericht von Koblenz, wo ich vom 06.04.2014 – 18.04.2014 im KH war.

War zum 4. mal in Koblenz und ich muss sagen der Aufenthalt diesmal war sehr schön aber auch ganz schön traurig und belastend für mich. Aber zuerst mal das schöne, habe viele sehr nette Polios und auch Menschen ohne Polio kennen gelernt, viel gelacht, sogar ein ganz jungen Verehrer habe ich gefunden  der hat mir vor lauter Lachen Bauch aua gemacht 🙂 War ofters im Städle, war beim Chinesen und mit der Seilbahn auf Burg Ehrenbreitstein. Meine Kreuz- und Schulterschmerzen sind weg, hoffentlich habe ich wieder für ein Jahr Ruhe. Schlecht war, dass ich nur schlechte Diagnosen bekommen habe, aber das schiebe ich jetzt mal zur Seite.

So jetzt aber alles mal der Reihe nach.

Zuerst zeige ich dir mal das Zimmer und die Aussicht von meinem Bett aus.

Für 2 Tage war ich alleine im Zimmer und dieses Bett habe ich mir ausgesucht.

ko1

da hatte ich diesen schönen Blick aus dem Fenster.

ko5

wenn ich dann nach unten schaute sah ich diesen tollen Baum

ko6

der Schrank war Rolli gerecht, man konnte die Kleiderstange nach unten ziehen so dass man vom Rolli aus alles ganz leicht auf und abhängen konnte. Und super breite Türen haben sie auch, leider gingen diese etwas schwer auf und zu. Ach so sollte ich vielleicht auch noch erwähnen, die Station wurde ganz neu gebaut, im Februar dieses Jahr eröffnet. Es gibt nun 22 Polio Betten. Ist die einzige Poliostation in ganz Deutschland.

ko2

Die Dusche und Toilette sind auch Rolligerecht. Für die Dusche musste ich allerdings erst nach einem Duschstuhl fragen, denn der Hocker alleine nützte mir nichts, habe ich aber sofort bekommen.

ko3

ko12 ko11

Tja und was macht Hanne so alles aus Langeweile?

ko4

In der 2. Nacht bekam ich gleich den Poliograph oder wie das Ding heisst angelegt, überprüft den Schlaf. Leider hat er diesesmal sehr schlechte Ergebnisse für mich gebracht und alles ein wenig durcheinander geworfen.

ko0

so dass ich nen 2. Test machen musste, diesmal mit Sauerstoffzufuhr, man das war blöd 2 so Stöpsel in der Nase. Auch dieser Test war nicht gut.

ko8

Sexy Wäsche bekam ich auch und das gleich 2 mal, einmal fürs Spritzen des Schultergelenks, finde ich zwar übertrieben, aber wenn sie meinen. Und das 2. mal zur Verödung, das wird im OP gemacht und dass ich da diese sexy Wäsche anziehen darf, verstehe ich ja.

ko9

diese Nadel machte dass ich kein Kreuz aua mehr habe. 45 Min lang aua, dieses mal fand ich die Schmerzen besonder stark, aber nicht so dass sie nicht auszuhalten wären, dann mindestens ein Jahr Ruhe. Ich hab immer gedacht gleich vorbei dann  ist Ruhe für hoffentlich länger als ein Jahr. Und wenn dann noch so ein netter OP Pfleger dabei ist, ist doch alles ganz easy.

ko1

So und nun zu den schönen Dingen.

Ich bekam ganz liebe Post, da habe ich mich riesig gefreut, ein ganz herzliches Dankeschön an Birgit F. Gundi und Helen.

ko2 ko3 ko4 ko5

Starbuckskaffe war ich auch trinken, mit Kurt…ich liebe diesen Kaffee, ärgere mich nun aber dass ich keine Tasse mitgenommen habe, war mal wieder zu geizig, die wollten 10 Euro für eine Tasse, egal war ja nicht das letzte Mal dass ich in Koblenz war.

ko7

und das ist Kurt, dem sein Rolli ist vielleicht klasse, bin ihn mal Probe gefahren, wurde auch ein Foto gemacht aber da warte ich noch, dass es mir zugesendet wird.

kurt

Kurt war schon öfters in Koblenz, er hat mir Koblenz gezeigt und mit ihm bin ich auch Seilbahn auf die Burg Ehrenbreitstein gefahren. Schade dass es an diesem Tag so trübe war.

ko11

und nun einfach ein paar Bilder von der Burg der Aussicht usw.

k

k2 k1

k1 k2 k3 k4 k5 k6 k7 k8 k9

k11 k12 k13 k14 k15 k16 k17

Und noch ein paar Fotos von Koblenz. dieser Brunnen hat mich fasziniert.

br br1 br3 IMG_1613

k1 k11 k12 k13 k14 k15 k17 k18

diese Gruppe war auch gut.

k29

gebastelt habe ich auch im KH und zwar bekammen die super lieben Schwestern diese Häschen als kleines Dankeschön etwas für die Kaffeekasse war auch darin verarbeitet.

ko8

die Häschen habe ich euch ja schon gezeigt, 2 Beiträge vor diesem.

Glaube es reicht nun für heute 🙂 Über Kommentare freue ich mich ganz dolle, Kommentare hier nicht nur in Facebook.

schönen Abend wünsche ich euch.

te5

 

Rückschlag nach Jahren: Das Post-Polio-Syndrom

Lähmungen in Armen und Beinen: Viele Betroffene sind glücklich, wenn die Symptome einer früheren Kindheitslähmung allmählich abklingen. Oft sind sie dann jedoch so voller Tatendrang, dass die Polio sie wieder einholt.

Es ist die Folge einer Polio-Erkrankung, die meist im Kindesalter aufgetreten ist: Das Post-Polio-Syndrom – PPS. Betroffen sind nahezu alle, die vor Jahrzehnten schon einmal an Polio gelitten hatten. Bei den meisten ist das etwa 30 bis 40 Jahre her.

Polio oder auch Kinderlähmung ist eine Erkrankung, bei der die Nerven geschädigt werden, es treten Lähmungserscheinungen auf. Deren Funktionen übernehmen dann im besten Fall andere Nerven. Das geht lange Zeit gut, aber irgendwann kann es dann zur Überlastung kommen, erklärt Axel Ruetz vom Polio-Zentrum in Koblenz. „Das bedeutet, dass neue Lähmungen eintreten. Die Patienten, die immer versucht haben zu kämpfen und mit ihrer Polio ganz gut klargekommen sind, die merken auf einmal nach 40 Jahren, dass es immer schlechter wird. Und dann kommt eigentlich genau das zurück, was sie schon einmal erlebt haben, Post-Polio-Syndrom genannt.“

Eine Welt ohne Polio

(Foto: picture alliance/dpa) Die früher übliche Schluckimpfung wird heute nicht mehr verabreicht – heute wird der Impfstoff gespritzt

Übertragen wird die Erkrankung zunächst durch das Polio-Virus. Die Ansteckung geschieht über Mund oder Nase. Schon kleinste Speicheltropfen können das Virus verbreiten, aber auch über Schmierinfektion, also Berührungen, kann es sich verbreiten. Vom Mund kommt der Erreger erst in den Magen-Darm-Trakt, und schließlich in die Blutgefäße. Die Lähmungen, die für Polio typisch sind, verlaufen oft in diagonal: rechtes Bein und linker Arm – linkes Bein und rechter Arm.

Die meisten Menschen, die sich mit dem Polio-Virus infizieren, haben jedoch keinerlei Symptome. Sie tragen das Virus zwar in sich, merken aber nichts davon. Das trifft auf 90 Prozent zu. Diese Menschen sind gegen das Virus immun, mit dem sie sich angesteckt haben. Aber es gibt verschiedene Polio-Erreger. Einen zuverlässigen Schutz bietet nur eine Impfung. Seit Anfang der 1960er Jahre wurde sie Kindern als Schluckimpfung verabreicht. Deutschland ist seit 1998 poliofrei, genauso wie alle anderen europäischen Länder. In einigen Teilen der Welt aber gebe es noch immer Neuinfektionen, erklärt Axel Ruetz: „Das sind viele Länder in Afrika und Asien, Pakistan, Afghanistan, Indien. Dort gibt es auch nach dem Jahr 2000, als die Weltgesundheitsorganisation die Polio schon als ausgerottet erklären wollte, noch Polio.“ In Afrika sind vor allem Somalia und Nigeria betroffen.

Ein schlimmer Rückschlag

Eine Eiserne Lunge. St. Bartholomews Hostpital. London. Photographie. Um 1935.<br /><br /><br />
(Foto: picture alliance/Imagno/Austrian Archives) Die Eiserne Lunge wurde früher bei Polio eingesetzt

Viele drejenigen, die unter Polio gelitten haben, waren jahrelang vollkommen beschwerdefrei, bis sie dann vom Post-Polio-Syndrom betroffen waren. Das ist auch die Geschichte von Hans-Joachim Wöbbeking. Er war drei Jahre alt, als die Krankheit bei ihm ausbrach. Das war 1952. Er war komplett gelähmt und musste sogar in die sogenannte Eiserne Lunge, das erste klinische Gerät, mit dem Patienten künstlich beatmet werden konnten. „Nach circa eineinhalb Jahren hat es sich wieder gebessert“, erzählt der Vorsitzende des Bundesverbandes Polio, „und von da an begann über zehn Jahre ein Heilungs- und Regenerationsprozess.“ Er sei ganz normal in die Schule gegangen, sagt er. „Heute würde man sagen, ich wurde integrativ geschult und das hat auch ganz gut geklappt. Aber ich habe auch unter der Hänselei gelitten. Humpelbein hieß ich dann immer.“ An einige Ereignisse erinnert sich Wöbbeking jedoch gerne, wie an die verschiedenen Kuren. „Die Gesunden haben uns dann über den Rücken genommen, uns im Schwimmbad auf den Zehnmeterturm hochgeschleppt und uns dann runtergeschmissen. Das hat einen Heidenspaß gemacht.“

Die Kräfte werden überschätzt

Heute weiß man: Zum Post-Polio-Syndrom kann es durch übermäßige Belastung kommen. Nach oftmals zermürbendem Krankheitsverlauf waren die meisten Betroffenen froh, wenn sich das Krankheitsbild verbesserte und sie sich mit wenigen oder keinen Einschränkungen wieder bewegen konnten. Bei Wöbbeking war das rechte Bein betroffen. Das linke, gesunde Bein war etwa zehn Zentimeter länger. Zunächst sei das durch orthopädische Schuhe ausgeglichen worden, so Wöbbeking. 1980 kam dann eine Operation. Das linke Bein wurde gekürzt. „Ich hatte dann sozusagen einen Hüftgleichstand“, erzählt Wöbbeking „und konnte das erste Mal normale Schuhe im Laden kaufen und anziehen. Das war ein tolles Erlebnis.“

Viele Jahre hat er als Bergbauingenieur unter Tage gearbeitet. „Ich habe so eine Art Gutachtertätigkeit gehabt. Ich habe zwar nicht mit dem Abbauhammer gearbeitet, aber immerhin: Kriechen, Klettern, Krauchen, das gehörte dazu. Aber in den letzten Jahren war das eher schwierig.“ Es hat lange gedauert, bis die richtige Diagnose gestellt wurde: Post-Polio-Syndrom. Er hat Atem- und Schlafstörungen und ist tagsüber oft müde, und er weiß, dass er sich immer zuviel zugemutet hat. Seit 1995 sitzt er im Rollstuhl.

Eine seltene Erkrankung

Physiotherapie im Koblenzer Brüderkrankenhaus (Foto: dpa/ Bildfunk) In Koblenz ist die einzige PPS-Ambulanz in Deutschland

 

In Deutschland sind etwa 70.000 Menschen in verschiedenen Ausprägungen vom Post-Polio-Syndrom betroffen. Damit gehört es in die Reihe der Seltenen Erkrankungen. „Das bedeutet auch“, so Axel Ruetz, „dass die Forschung kein so großes Interesse daran hat. Spezielle Lehrbücher fehlen und während des Studiums gibt es keine gesonderten Vorlesungen zur Polio. Die Versorgung über ganz Deutschland ist also nicht gesichert.“ In Koblenz hat Axel Ruetz die bislang einzge PPS-Ambulanz gegründet. Angefangen hat es im Jahr 2001 mit den ersten klinischen Patienten, die der Arzt behandelt hat und die auch eine ambulante Versorgung brauchten. Es sei notwendig gewesen, eine klinische Einrichtung aufzubauen. Über Informationen in den Medien seien dann rund 500 Patienten pro Jahr gekommen. „Es kam die Frage nach speziellen Therapien auf oder auch: Wie kann man bei der Beatmung helfen? Wie kann man erreichen, dass alltagstaugliche Hilfsmittel eingesetzt werden?“ All das unterstützen die Patienten. Ein Medikament aber, das die Post-Polio-Erkrankung verzögert oder gar stoppen könnte, gibt es nicht.

 

Rückschlag nach Jahren: Das Post-Polio-Syndrom | Wissen & Umwelt | DW.DE | 28.10.2013.

Alt und Neu

Da ich von einigen nach meiner neuen Orthese gefragt wurde, hier ein paar Vergleichsbilder alt und neu.

Obwohl das Laufen noch nicht so ganz richtig klappt bin ich super zufrieden mit dem neuen Teil. Eigentlich dachte ich, ich bekäme Probleme mit dem Oberschenkel, aber da ist alles perfekt. Die Probleme sind im Fuß, darauf wurde ich aber auch vorbereitet. Der Fuß stand immer steif in der Orthese und jetzt bewegt sich das Gelenk, daran muss sich mein zartes Füßchen  🙂 nun erst mal gewöhnen und ich muss noch die richtige Einstellung finden. Am Fußgelenk kann man da noch Einstellungen machen, auch im Kniegelenk, aber das ist ja ok.

Auch ziehe ich das Bein noch viel zu stark nach oben, da ich mich immer noch meine ich müßte 3,8 kg hochheben, dabei sind es jetzt nur noch 1,9 kg, ein richtiges Leichtgewicht also.

Hier nun ein paar Bilder.

ort2

 

ort4

ort1

ort

ort3

ort6

ort0

so ich hoffe ich habe alles verständlich gezeigt, wenn nicht, Fragen kostet nix.

Ach ja der Orthopäde hier, erklärte mir vor einem Jahr  dass diese Bauweise für mich nicht machbar wäre, erstens zu wenig Muskelkraft im Bein, 2. mein Gewicht.

te

 

Erinnerungen kommen zurück

1958, mit 6 Jahren erkrankte ich an Polio. Die Erinnerungen daran waren alle weg . letzte Woche beim stöbern im Internet, stieß ich auf diese  alte Karte, das war das Kinderkrankenhaus, in dem ich damals lag, allerdings war das 1916.

Irgendwas hat die Karte in mir ausgelöst, erst ganz verschwommen und dann immer klarer, kamen Erinnerungen, sie tun so verdammt weh, tun aber auch gut, ich kann aufarbeiten, mir wird langsam immer mehr klar, warum ich so bin, wie ich bin.

Habe nach einem Foto gesucht, von der Zeit um 1958, da ist ja kaum etwas zu finden.

Das war das einzige das ich fand. Und ich kann mich daran erinnern, ich sehe ganz deutlich vor mir wie es innen aussah.

Irgendwie bringt mich das alles im Moment aus dem Ruder, aber ich weiss, ich muss mich nun damit auseinander setzten und ich werde es gerne tun.

Das Gefühl, dass es mir hilft, wenn ich alles aufschreibe, was so an Erinnerungen zurück kommen, werde ich nimmer los. Deshalb werde ich es auch tun. Erst mal Passwort geschütz, später vielleicht öffentlich, gerne darfst du mich nach dem Passwort fragen, bitte per Mail.

 

 

 

 

 

 

 

Reisemedizin Infektiologie Freiburg

 

Reisemedizin Infektiologie Freiburg.

4 neue Fälle von Poliomyelitis innerhalb einer Woche (WPV1) werden aus dem Bundesstaat Katsina im Norden Nigerias bestätigt. Mit 16 WPV1-Fällen seit Mai ist Katsina der im laufenden Jahr am meisten von Polio betroffene Bundesstaat. Drei neue Krankheitsfälle (darunter ein Fall von WPV3) wurden in Kano registriert und jeweils ein neuer WPV1-Fall wurde in Kaduna und Sokoto bestätigt. Mit einem Polio-Fall ist der Bundesstaat Taraba im Osten des Landes betroffen, der zuvor 5 Jahre als poliofrei galt. Seit Jahresbeginn wurden in Nigeria 83 Poliofälle registriert.

Post-Polio-Syndrom – Polio Initiative Europa e.V.

Post-Polio-Syndrom – Polio Initiative Europa e.V..

Erst Poliomyelitis…
und dann Post-Polio- (Motoneuron-) Syndrom?

Eine Krankheit kehrt zurück

Jahrzehnte nach der Kinderlähmung kommt es erneut zu extremer Muskelschwäche. Kinderlähmung oder Poliomyelitis wurde in wirtschaftlich und wissenschaftlich fortschrittlichen Industrienationen mit Impfkampagnen fast ausgerottet. Dadurch sind die Poliomyelitiker in Vergessenheit raten. Noch dazu ist der Begriff Kinderlähmung sehr irreführend, da sich auch Erwachsene mit dem Polio-Virus infizieren können. Dieser befällt vorwiegend die Vorderhörner im Rückenmarkt und löst eine Entzündung aus. Heute gerät die Kinderlähmung mehr und mehr in Vergessenheit, nicht aber bei den Betroffenen. Die meisten haben zäh und entschlossen an ihrer Wiederherstellung mitgearbeitet, ihren Lebensweg selbstbestimmt und hatten Erfolg. Aber bei vielen beginnen sich jetzt Spätfolgen der Polio bemerkbar zu machen – Müdigkeit, neue Muskelschwächen, Schmerzen, Schlaf- und Atemprobleme. Die Folge: Immer mehr Funktionsverluste.

Häufigste Spätfolgen-Symptome

  • Ungewöhnliche Müdigkeit mit rascher Muskelerschlaffung und/oder dem Gefühl totaler Erschöpfung
  • Neue Muskelschwäche – sowohl in den ursprünglich betroffenen als auch in nicht betroffenen Muskeln
  • Muskelkrämpfe
  • Unwillkürliche Muskelzuckungen (Faszikulation)
  • Schlafprobleme
  • Atemprobleme
  • Temperaturregulationsstörungen (etwa Neuauftreten kalter Hände und/oder Füße)
  • Schwierigkeiten beim Schlucken
  • Funktionseinbußen

Ärzte und Therapeuten sind über die Symptome des Post-Polio-Syndroms meist nicht ausreichend informiert und können sich daher auf die neue Situation ihrer Patienten schlecht einstellen. Viele Polio-Betroffene beklagen, dass sie sich nicht ernst genommen fühlen. Ihre Probleme werden gerne auf das fortgeschrittene Lebensalter zurückgeführt. Nicht selten erhalten sie auch Verordnungen, die kontraindiziert sind (falsche Medikamente, Krafttraining etc.) oder werden in einen umfangreichen Begutachtungskreislauf weitergeschickt. Einen spezifischen Test, mit dem man Polio-Spätfolgen nachweisen könnte, gibt es nicht. Daher kann die Diagnose nur darauf beschränkt werden, andere Erkrankungen auszuschließen. Für die Befund „Post-Polio-Syndrom“, der den Symptomenkomplex zusammenfasst, orientieren sich die meisten Kliniker an fünf Kriterien:

  • Glaubhaft sichere Vorgeschichte einer Poliomyelitis
  • Im Elektromyogramm (EMG) typische Abweichungen, die auf eine frühere Polio hindeuten
  • Nach der Besserung und einer Phase gewisser Stabilität zwischen akuter Erkrankung und Auftreten neuer Schwierigkeiten
  • Langsam oder akut einsetzende, nicht durch Inaktivität bedingte Muskelschwäche. Ungewöhnliche Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Ausdauerverlust, Funktionseinbußen, neuer Muskelschwund (Athrophie)
  • Andere Ursache für die unter Punkt 4 genannten Anzeichen fehlen

Aus der Sicht der Patienten scheint die Terminologie noch uneinheitlich zu sein. Gewiss kann erst eine bessere Erforschung der Ursachen zu exakten und allgemein akzeptieren Fachbegriffen führen. So wurden – um die vielfältigen Probleme unterscheiden zu helfen – folgende Definitionen vorgeschlagen:

Post-Polio-Syndrom (PPS) – der Komplex von Symptomen mit neuer Muskelschwäche und/oder Schmerzen, der zu neuen Behinderungen und Funktionseinbußen führt.

Spätfolgen von Polio – neue Gesundheitsprobleme durch poliobedingte Fehlhaltung und Fehlstellungen mit chronischer Überlastung von Gelenken und Weichteilgewebe, z. B. Arthrose der Hüft-, Knie-, Hand-, Schulter- und Fingergelenke; Karpaltunnel-Syndrom, Schleimbeutel- und Sehnenscheidenentzündung (nach Langzeitgebrauch von Gehhilfen oder handbetriebenem Rollstuhl).

Selbstverständlich können auch neue Gesundheitsprobleme auftreten, die nichts mit der Polioerkrankung zu tun haben. Sie müssen geklärt und behandelt werden.

Poliobedingte progressive Muskelatrophie (PPMA) – fortschreitende, therapeutisch nicht beeinflussbare neue Schwäche und/oder Atrophie in Muskeln mit klinischen oder subklinischen Zeichen chronischer partieller Denervation/Reinnervation. (Dagegen lassen sich durch Über- oder Unterforderung geschwächte Muskeln mit individueller, vorsichtig und konsequent durchgeführter Gymnastik bis zu einem gewissen Grad etwas kräftigen. Von Vorteil ist unter Umständen die Entlastung durch eine Schiene oder Benutzung eines Rollstuhls.)

Alle beschriebenen Probleme können sich sowohl einzeln als auch in verschiedenen Kombinationen bemerkbar machen!

Vernünftige Lebensgestaltung, Information und Erfahrungsaustausch mit anderen Polio-Betroffenen hilft auch, mit den Spätfolgen fertig zu werden.

Der erste Schritt von Vorbeugung und Therapie sollte in einer allgemeinen medizinischen und neurologischen Untersuchung bestehen. Dort muss abgeklärt werden, ob und in welchem Umfang Polio-Spätfolgen bestehen. Die Lebensqualität ist nur durch frühzeitige Feststellung der Polio-Folgeschäden und den Einsatz von geeigneten (schonenden) Therapiemaßnahmen aufrecht zu erhalten.

Überanstrengung unbedingt vermeiden!

Viele Betroffene von Polio haben ihren geshädigten Muskeln zu viel zugemutet. Sie haben noch und noch kompensiert, stets viel leisten wollen und so geschwächte Muskeln übermäßig belastet. Es ist höchste Zeit, die Lebensweise zu überprüfen und über Kräfteeinsparung nachzudenken.

Kompetente Ärzte mit Polio-Erfahrung raten daher:

  • Auf den Körper „hören“
  • Mit Zeit und Kräften „haushalten“
  • Nicht forciert üben, im Thermalwasser schwimmen
  • Sich nicht übernehmen, Ermüdung durch Anstrengung sollte nach 10 Minuten überwunden sein
  • Sobald starke Müdigkeit auftritt, genügend lange Pausen einlegen
  • Übergewicht vermeiden oder reduzieren
  • Nicht rauchen, wenig Alkoholkonsum
  • Narkotika, auch Schmerzmittel, meiden.
  • Häufiger Hilfsmittel gebrauchen (Gehstock, Rollator) oder Umstellung auf andere Geräte, z. B. auf Elektro-Rollstuhl oder -Dreirad) kann Therapie sein.